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Klinikgruppe Dr. Guth

Herzinfarkt

Beim Herzinfarkt kommt es zum Verschluss eines Kranzgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombose). In der Regel entsteht das Blutgerinnsel im Bereich einer arterio-sklerotischen Verengung (Plaque) im Kranzgefäß. Folge der Verlegung des Blutgefäßes durch das Blutgerinnsel ist ein Sauerstoffmangel in dem entsprechenden Herzmuskelareal. Dauert der Sauerstoffmangel länger als 3 bis 4 h kommt es zu einer unumkehrbaren Nekrose des Herzmuskels. Folge ist eine Vernarbung. Im Rahmen des Herzinfarktes können tödliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern auftreten. Auch kann es zu einem langsamen Herzschlag (Bradykardie) durch Blockierung in den Leitungsbahnen kommen. Beide Formen der Herzrhythmusstörungen können tödlich sein. Im Langzeitverlauf kommt es durch die Narbenbildung zu einer Schwächung der Pumpfunktion des Herzmuskels. Entsprechend sind die Patienten dann nicht mehr leistungsfähig und haben Luftnot bei körperlicher Belastung. Aus diesem Grunde müssen Patienten am besten innerhalb der ersten 4 h nach Auftreten der Symptome eines Herzinfarktes in ein Herzzentrum gebracht werden. Dort wird über Kathetermaßnahmen das Blutgerinnsel beseitigt. Die dem Blutgerinnsel zugrunde liegende Verengung im Kranzgefäß wird durch die Implantation eines Metallstents behoben. Wenn dieser Eingriff zeitgerecht und erfolgreich verläuft, bleibt eine Vernarbung im Herzmuskel aus, und der Patient hat dann wieder eine normale Lebenserwartung und braucht keine körperlichen Einschränkungen durch den Herzinfarkt zu fürchten. Wichtig ist, dass die Symptome des Herzinfarktes (plötzlich auftretender Brustschmerz, der in die linke Schulter zieht, Übelkeit, Erbrechen, Kollaps, Schweißausbruch) richtig gedeutet werden und sofort der Notarzt gerufen wird.