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Klinikgruppe Dr. Guth

Herzschrittmacher

Die elektrische Erregung des Herzens erfolgt über den sogenannten Sinusknoten, der im Bereich der Vorhöfe liegt, über eine Erregung der Vorhöfe, eine Erregung des AV-Knotens und eine Erregung des linken und rechten Leitungsschenkels, der dann letztendlich die beiden Herzkammern elektrisch erregt. Folge der elektrischen Erregung ist die mechanische Kontraktion des Herzens. Ist der Taktgeber des Herzens geschädigt (Sinusknoten) oder besteht eine Störung der Überleitung der Erregung von den Vorhöfen in die Herzkammer (AV-Blockierung) ist eine Herzschrittmachertherapie notwendig. Bei den Herzschrittmachern handelt es sich heute um miniaturisierte elektrische Aggregate, die unter die Haut des Brustmuskels implantiert werden. An diese Aggregate angeschlossen sind ein oder zwei elektrische Kabel, die in die Vorkammer bzw. in die Hauptkammer führen. Die Aggregate sind in der Lage, jeden Herzschlag zu bemerken. Bemerken sie eine Unterbrechung der normalen Herzschlagfolge geben diese Aggregate einen elektrischen Reiz ab und sorgen für eine kontinuierliche Erregung des Herzens. Herzschrittmacherimplantationen kann man bis in das höchste Lebensalter durchführen und sie sind sehr segensreich, da selbst hochbetagte Patienten dadurch noch ihre Leistungsfähigkeit im Alltag erhalten können.