Diese Seite drucken zurück
Klinikgruppe Dr. Guth

Stent

Beim Stent handelt es sich um eine Metallspirale, die mittels eines Ballons in ein verengtes Kranzgefäß eingeführt wird. Der Ballon wird mit hohem Druck (10 – 12 atü) gedehnt. Dadurch wird der Stent entfaltet und in die Wand des Kranzgefäßes irreversibel eingepresst. Durch diese Maßnahme ist dann der arteriosklerotische Plaque beseitigt, der den Blutfluss im Herzen behindert hat. Bei den Koronarstents gibt es zwei Typen: es gibt den sogenannten unbeschichteten Koronarstent (Bare Metal Stent) und den beschichteten Koronarstent (Drug eluting Stent). Beim unbeschichteten Stent handelt es sich um einen einfachen Edelstahlstent. Hier kommt es in ca. 15 % der Fälle nach einem halben Jahr zu einer erneuten Wiederverengung des Kranzgefäßes durch eine Anregung des Bindegewebswachstums im Kranzgefäß (hervorgerufen durch den Einpressdruck). Der beschichtete Koronarstent ist mit einer Kunststoffschicht überzogen. In dieser Kunststoffschicht ist ein Medikament eingedampft, das das Bindegewebswachstum hindert. Bei diesem Stent kommt es nur noch in 5 % der Fälle zu einer Wiederverengung. Jedoch ist bei beiden Stents eine intensive Blutgerinnungshemmung notwendig, da in der Frühphase eine Gerinnungsaktivierung der Blutplättchen besteht und eine Gerinnselbildung droht. Beim unbeschichteten Stent ist eine 4wöchige blutgerinnungshemmende Therapie notwendig und bei beschichteten Stents über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten.